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Zum Abschied fließen Tränen

Bremervörde. Mission erfüllt: Die Handballerinnen des TSV Bremervörde gehen auch in der nächsten Saison in der Landesliga an den Start. Das Team verabschiedete sich am Sonntag vor großer Kulisse mit einem 21:16-Heimsieg gegen den VfL Stade II und schaffte es noch auf Rang sieben.

Die Partie wäre eigentlich von entscheidender Bedeutung gewesen. Da der Gegner jedoch wenige Tage zuvor seinen freiwilligen Rückzug bekanntgegeben hatte, war der TSV Bremervörde bereits vorher gerettet. Mit dem Schlusspfiff war auch für Trainer Felix Weber die Mission erfüllt. Der Oberligaspieler hatte das Team im Herbst übernommen und zum Klassenerhalt geführt. Er übergibt den Job jetzt an seinen Nachfolger Rainer Gernhuber, der nächste Saison mit einem auf vielen Positionen verjüngten Team wiederum den Klassenerhalt als Ziel anpeilt. Der Generationenwechsel im Bremervörder Frauenhandball ist vollzogen. Einige langjährige Spielerinnen werden künftig bei den Landesligapartien nur noch als Zuschauerinnen dabei sein. Ihnen wurde am Sonntag ein emotionaler Abschied bereitet.

„Wir haben einige Tränen verdrückt. Das war schon sehr emotional“, sagte Sandra Pragmann, die 22 Jahre als Spielerin der ersten Damenmannschaft auf der Platte stand. Nach 17 Jahren hört Yvonne Wegner auf. Die Kreisläuferin ist in dieser Zeit unzählige Male aus ihrem Wohnort Harsefeld nach Bremervörde gefahren. Sie war und ist außerdem ebenso wie Sandra Pragmann als Jugendtrainerin im Verein engagiert. Das gilt ebenso für Torhüterin Jennifer Buck, die mit Unterbrechungen 15 Jahre lang im TSV-Kasten stand und wie ihre Mitspielerinnen als Abschiedsgeschenk ein Fotoalbum mit Schnappschüssen aus dieser Zeit bekam. Aus dem Landesligateam zieht sich auch Sylvana Zasendorf-Motzkus zurück. Sie hatte eigentlich schon 2018 ihr Aufhören verkündet, war dann aber zunächst als Interimstrainerin und schnell auch als Spielerin noch einmal in die Bresche gesprungen.

Diese vier erfahrenen Handballerinnen werden die Schuhe allerdings noch nicht an den berühmten Nagel hängen. „Wir wollen eine dritte Damenmannschaft ins Leben rufen. Momentan sieht es dafür ganz gut aus“, verriet Sandra Pragmann nach dem abschließenden Sieg gegen Stade II. (Bremervörder Zeitung, Autor: mib)

TSV Bremervörde – VfL Stade 21:16. TSV: Sabrina Thomann, Jennifer Buck – Leefke Brunßen, Mareike Setzer (1), Julia Loznica (7/3), Yvonne Wegner (1), Lea Duhme, Vivien Kullik (5), Sylvana Zasendorf/Motzkus (3), Stefanie Schwyrz (3), Maren Meinke, Mareike Hollstein, Sandra Pragmann (1), Eileen Prinzler

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